Vitamin-D-Überdosierung: Welche Folgen kann das haben?

Vitamin D spielt für zahlreiche Prozesse im Körper eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Versorgung mit dem sogenannten Sonnenvitamin ist für die Gesundheit unverzichtbar. Allerdings kann man Vitamin D auch überdosieren. Eine solche Hypervitaminose hat verschiedene Nebenwirkungen zur Folge und kann schlimmstenfalls sogar lebensgefährlich sein.

Vitamin-D-Überdosierung: Inhaltsverzeichnis

Was ist Vitamin D und warum ist es wichtig?

Bei Vitamin D handelt es sich eigentlich um ein Prohormon, das dein Körper auch selbst bilden kann. Da dafür Sonnenlicht notwendig ist, bezeichnet man es häufig als Sonnenvitamin.

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Vitamin D: Wie entsteht eine Überdosierung?

Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Im Unterschied zu wasserlöslichen Vitaminen kann der Körper nicht benötigtes Vitamin D im Falle einer Überversorgung nicht einfach mit dem Urin ausscheiden.

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Welche Ursachen hat eine Vitamin-D-Überdosierung?

Die Versorgung mit Vitamin D kann grundsätzlich auf drei unterschiedliche Arten erfolgen.

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Welche Dosis führt zu einer Überdosierung?

Die DGE schätzt den zusätzlichen Bedarf bei fehlender körpereigener Synthese¹ für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene auf 20 µg Vitamin D am Tag. Die Tagesdosis, ab der eine Überdosierung zu erwarten ist, liegt jedoch deutlich höher.

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Können Vitamin-D-Präparate Nebenwirkungen hervorrufen?

Vitamin-D-Präparate sind nicht grundsätzlich gefährlich. Das gilt zumindest dann, wenn sie richtig dosiert sind und zum Ausgleich eines bestehenden Mangels eingesetzt werden.

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Was verursacht die Symptome der Vitamin-D-Überdosierung?

Für den Transport von Vitamin D benötigt dein Körper Kalzium. Wegen der Überdosierung kommt es zu einer erhöhten Kalziumaufnahme aus der Nahrung. Zudem wird der Mineralstoff vermehrt aus den Skelettknochen gelöst.

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Welche Langzeitrisiken einer Überdosierung gibt es?

Längerfristig kann zu viel Vitamin D und damit eine Überdosierung zur Bildung von Nierensteinen führen und die Nieren schädigen. Im schlimmsten Fall kann es auf Dauer sogar zu einem lebensgefährlichen Nierenversagen kommen.

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Was tun bei einer Vitamin-D-Überdosierung?

Bei einer Überdosierung muss die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten umgehend eingestellt werden. Mit der Zeit normalisiert sich der Vitamin-D-Spiegel wieder und die Symptome lassen nach

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Wie misst man den Vitamin-D-Spiegel?

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitamin D ist ohne Zweifel sehr wichtig. Sowohl ein Mangel als auch eine Überdosierung können ernste gesundheitliche Probleme beim Menschen verursachen.

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Das Wichtigste zur Vitamin-D-Überdosierung auf einen Blick

  • Vitamin D ist unter anderem für die Stabilität der Knochen wichtig und kann vom Körper mithilfe von Sonnenlicht selbst gebildet werden.
  • Das Risiko einer Überdosierung besteht bei Erwachsenen ab einer zusätzlichen Tageszufuhr von mehr als 100 µg.
  • Eine Vitamin-D-Überdosierung durch zu viel Sonne ist nicht möglich.
  • Hochdosiertes Vitamin D kann Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Nervosität auslösen.
  • Eine starke Überdosierung kann unter anderem Nierenschäden verursachen und sogar lebensgefährlich sein.
  • Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, ist eine Messung des Vitamin-D-Spiegels sinnvoll.

Was ist Vitamin D und warum ist es wichtig?

Bei Vitamin D handelt es sich eigentlich um ein Prohormon, das dein Körper auch selbst bilden kann. Da dafür Sonnenlicht notwendig ist, bezeichnet man es häufig als Sonnenvitamin.

Vitamin D ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt. Es spielt insbesondere für die Knochen- und Zahnmineralisierung eine entscheidende Rolle. Ein dauerhafter Mangel führt unter anderem zu einem erhöhten Risiko, an Osteoporose und Osteomalazie zu erkranken.

Vitamin D: Wie entsteht eine Überdosierung?

Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Im Unterschied zu wasserlöslichen Vitaminen kann der Körper nicht benötigtes Vitamin D im Falle einer Überversorgung nicht einfach mit dem Urin ausscheiden. Stattdessen speichert er es im Muskel- und Fettgewebe.

Dadurch kann es sowohl zu einer chronischen Überdosierung als auch zu einer akuten Vitamin-D-Vergiftung kommen. Letztere entsteht, wenn du auf einmal eine sehr hohe Dosis zu dir nimmst.

Welche Ursachen hat eine Vitamin-D-Überdosierung?

Die Versorgung mit Vitamin D kann grundsätzlich auf drei unterschiedliche Arten erfolgen:

  1. Körpereigene Synthese
  2. Zufuhr über die Ernährung
  3. Einnahme per Nahrungsergänzungsmittel

Zu einer Überdosierung kommt es nur dann, wenn du über die körpereigene Synthese hinaus größere Mengen Vitamin D einnimmst.

Die Zufuhr über die Ernährung ist dabei eher zu vernachlässigen. Abgesehen von Lebertran gibt es praktisch kein Nahrungsmittel, das Vitamin D in nennenswerter Konzentration enthält. Sofern du nicht regelmäßig mit zusätzlichem Vitamin D angereicherte Produkte isst, kann eine Überdosis auf diesem Weg ausgeschlossen werden.

Anders sieht es bei der Einnahme von hochdosierten Vitamin-D-Präparaten aus. Werden diese ohne tatsächlichen Bedarf und ärztliche Begleitung als Nahrungsergänzung eingenommen, hat das früher oder später zwangsläufig eine Überdosierung zur Folge.

Welche Dosis führt zu einer Überdosierung?

Die DGE schätzt den zusätzlichen Bedarf bei fehlender körpereigener Synthese¹ für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene auf 20 µg Vitamin D am Tag. Die Tagesdosis, ab der eine Überdosierung zu erwarten ist, liegt jedoch deutlich höher.

Die EFSA (European Food Safety Authority) gibt als tolerierbare Gesamtzufuhr² folgende Mengen pro Tag an:

  • 50 µg für Kinder bis zum Alter von 10
  • 100 µg für Kinder ab 10 und Erwachsene

Bis zu dieser Dosierung pro Tag gilt die Zufuhr auch über einen längeren Zeitraum als unbedenklich. Nimmst du regelmäßig mehr als 100 µg Vitamin D am Tag zu dir, musst du hingegen mit einer Überdosierung und den damit verbundenen Folgen rechnen.

Vitamin-D-Überdosierung durch zu viel Sonne?

Bei ausreichender Sonneneinstrahlung bildet dein Körper genug Vitamin D, um seinen Bedarf zu decken. Sobald er dieses Ziel erreicht hat, stellt er die Synthese automatisch ein. Eine Vitamin-D-Überdosierung durch zu viel Sonne über die Haut ist somit nicht möglich.

Können Vitamin-D-Präparate Nebenwirkungen hervorrufen?

Vitamin-D-Präparate sind nicht grundsätzlich gefährlich. Das gilt zumindest dann, wenn sie richtig dosiert sind und zum Ausgleich eines bestehenden Mangels eingesetzt werden.

Die Einnahme von hochdosiertem Vitamin D, das unabhängig vom tatsächlichen Bedarf als Nahrungsergänzung eingenommen wird, kann hingegen zum Beispiel folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Gewichtsverlust
  • Starker Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Abgeschlagenheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Nervosität

Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass die Nebenwirkungen umso stärker ausgeprägt sind, je höher die Überdosierung von Vitamin D ausfällt.

Was verursacht die Symptome der Vitamin-D-Überdosierung?

Für den Transport von Vitamin D benötigt dein Körper Kalzium. Wegen der Überdosierung kommt es zu einer erhöhten Kalziumaufnahme aus der Nahrung. Zudem wird der Mineralstoff vermehrt aus den Skelettknochen gelöst.

Das führt dazu, dass der Kalziumspiegel im Blut deutlich ansteigt und es zu einer sogenannten Hyperkalzämie kommt. Die Hyperkalzämie ist hauptverantwortlich für die Symptome, mit denen sich die Vitamin-D-Überdosierung bemerkbar macht.

Welche Langzeitrisiken einer Überdosierung gibt es?

Längerfristig kann zu viel Vitamin D und damit eine Überdosierung zur Bildung von Nierensteinen führen und die Nieren schädigen. Im schlimmsten Fall kann es auf Dauer sogar zu einem lebensgefährlichen Nierenversagen kommen.

Darüber hinaus zählen unter anderem:

  • Verkalkungen der Blutgefäße,
  • Verkalkungen der Organe und
  • ein Erkranken an Osteoporose

zu den möglichen Langzeitfolgen einer Überversorgung mit Vitamin D.

Was tun bei Vitamin-D-Überdosierung?

Bei einer Überdosierung muss die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten umgehend eingestellt werden. Mit der Zeit normalisiert sich der Vitamin-D-Spiegel wieder und die Symptome lassen nach.

In schweren Fällen ist manchmal auch eine medikamentöse Behandlung notwendig. Hole dir daher im Zweifel ärztlichen Rat ein, wenn bei dir Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung auftreten.

Wie misst man den Vitamin-D-Spiegel?

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitamin D ist ohne Zweifel sehr wichtig. Sowohl ein Mangel als auch eine Überdosierung können ernste gesundheitliche Probleme beim Menschen verursachen.

Wenn du wissen möchtest, ob dein Vitamin-D-Spiegel im Normalbereich liegt, kannst du einen Vitamin-D-Test durchführen lassen.

Der Vitamin-D-Spiegel wird durch eine Messung der Konzentration von 25-Hydroxyvitamin-D im Blutserum bestimmt. Bei 25-Hydroxyvitamin-D handelt es sich um eine Vorstufe von Vitamin D, die in der Leber gebildet wird.

Der Bluttest liefert dir auf einen Blick Informationen darüber, wie es um deine Versorgung mit Vitamin D bestellt ist. Das Ergebnis wird in ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) oder in nmol/l (Nanomol pro Liter) angegeben. Eine Überdosierung liegt ungefähr ab einem Vitamin-D-Spiegel von 90 bis 100 ng/ml vor. Ab 150 ng/ml besteht eine akute Vitamin-D-Vergiftung.

Quellen:

¹ Referenzwerte der DGE e.V. für Vitamin D (Letzte Überarbeitung: 2012) URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/ (09.05.2022).

² Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of vitamin D (Veröffentlicht: 27.07.2012) URL: https://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2813 (09.05.2022).

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Wichtig zu wissen: Leidest du an Beschwerden oder vermutest Mangelerscheinungen? Dann suche bitte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt auf, um das zu besprechen.

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